Studenten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) zu sein. Eine Immatrikulation in eine Universität in Deutschland ist nur dann möglich, wenn die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse nachgewiesen wird. Dies gilt auch für ausländische Studenten.

Ein Student, der seine Beiträge zur Krankenversicherung nicht bezahlt, kann darum aus der Universität zwangsexmatrikuliert werden, sobald die Krankenversicherung die Beitragsrückstände an die Universität meldet.
Von der Versicherungspflicht in der GKV können sich Studenten allerdings befreien lassen: Gleich zu Beginn des Studiums und bei Ablauf der kostenlose Familienversicherung mit 25 Jahren. Der Antrag auf Befreiung muss dabei innerhalb von 3 Monaten bei der zuständigen GKV nach Aufnahme des Studiums oder Vollendung des 25. Lebensjahres erfolgen.

Die eigentliche studentische Krankenversicherung beginnt darum für viele auch erst mit 25 Jahren, wenn die Beiträge selbst gezahlt werden müssen. Die Beiträge werden dabei vom Staat festgelegt und betragen derzeit inklusive der Pflichtversicherung um die 65 Euro. Jedoch können gesetzliche Krankenkassen Zusatztarife fordern, die für die studentische Krankenversicherung allerdings höchstens 8 Euro pro Monat betragen dürfen. Derzeit erhebt die DAK diesen Beitrag von Studenten. Auch private Krankenversicherungen bieten Sondertarife für Studenten an, die preislich mit den Tarifen der GKV vergleichbar sind. Allerdings können hier oftmals Zusatzleistungen wie Beitragsrückerstattung von bis zu 6 Monaten vereinbart werden, wenn keinerlei Krankenkassenleistungen im Kalenderjahr in Anspruch genommen wurden. Und durch einen Selbstbehalt können die Tarife ebenfalls gesenkt werden.

Die studentische Krankenversicherung endet, wenn der Studierende das 30. Lebensjahr vollendet oder das 14. Fachsemester beendet hat. Eine studentische Krankenversicherung ist zudem nicht mehr möglich, wenn der Studierende promoviert, da die Promotion als Erwerbstätigkeit betrachtet wird.
Ab dann ist die Höhe der Beiträge zur GKV abhängig vom Einkommen, mindestens aber betragen sie derzeit etwa 140 Euro. Dazu können natürlich noch Zusatzbeiträge kommen. Mit Beendigung des 14. Fachsemesters oder Vollendung des 30. Lebensjahres erlischt allerdings die Versicherungspflicht in der GKV und Studierende können sich in einer privaten Krankenkasse versichern, wenn sie weniger als 20 Stunden pro Woche arbeiten und das Studium das Hauptbetätigungsfeld ist.

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