In Deutschland besteht eine Pflicht zur Krankenversicherung, somit ein Anspruch auf Leistungen. Diese setzen sich unterschiedlich zusammen und gelten für jeden der im Berufsleben steht.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind als Rahmenrecht im SGB V verankert und sind bundeseinheitlich gleich. Der Versicherte hat Anspruch auf ausreichende, den medizinischen Standards entsprechende ärztliche Versorgung. Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten nach dem Solidarprinzip. Alle Mitglieder zahlen ein, alle Mitglieder erhalten Leistung. Leistungen werden wirtschaftlich verteilt. Viele Leistungen gelten als Gesundheitsvorsorge, dass kann der Kurs in der Rückenschule sein, oder der Kochkurs für den Diabetiker. Als Leistung bieten gesetzliche Krankenkassen viele Bonusprogramme an. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen werden mit Vergünstigungen belohnt . Die Untersuchung auf veränderte Leberflecken, Brust- und Darmkrebsvorsorge gehören unter anderen dazu.

Leistung und Eigenleistung bilden eine Einheit

Die gesetzliche Krankenversicherung versteht sich nicht als Vollkasko Versicherung. Bei Arzneimitteln gelten Festbeträge die übernommen werden, darüber hinaus bezahlt der Patient hinzu. Bestimmte Hilfsmittel, sowie Brillen und Kontaktlinsen, Hörgerate, aber auch Kuren , werden nicht, oder nur noch in Ausnahmefällen übernommen. Diese müssen vom Versicherungsnehmer aus eigenen finanziellen Mitteln erbracht werden. Der Versicherte hat auch die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung unterschiedlicher Tarife abzuschließen. Bei der Krankenzusatzversicherung entscheidet der Versicherte in wie weit kommende Kosten für Brille, Kontaktlinsen oder Zahnsanierungen sein Budget belasten. Auch alternative Heilmethoden und Kuren können als Leistung versichert werden.

Sonderfälle können auch eine Leistung sein

Hierbei lohnt es sich den Leistungskatalog zur Hilfe zu nehmen um zu prüfen, ob ein Sonderanspruch zum Beispiel auf Hilfsmittel zusteht. Dieses kann bei einer sehr starken Sehbehinderung der Fall sein. Bei sehr großen Dioptrienzahlunterschieden beider Augen, oder bei Hornhautverkrümmung in diesen Fällen ist es möglich auch Kontaktlinsen bis zu einmal jährlich über die gesetzliche Krankenkasse zu erhalten. Dazu ist es erforderlich sich die Diagnose von einem Augenarzt attestieren zu lassen. Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten Brillen und Kontaktlinsen kostenlos, da ein nicht behandelter Sehfehler im Erwachsenenalter hohe Kosten verursachen würde. Kinder sind in der gesetzlichen Krankenversicherung immer kostenfrei Familienversichert.

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