Das Thema Private Krankenversicherung ist ein sehr komplexes Thema und bedarf ausgebildeter Experten für den Vertrieb. Doch im Zeitalter von Internet und bunten Medien scheinen Deutschland genau diese Menschen auszugehen.

Die private Krankenversicherung

Um einen kurzen Einblick zu erhalten, was eine private Krankenversicherung ist, hier eine kurze Zusammenfassung: Wer in Deutschland wohnt, der kann sich entweder gesetzlich krankenversichern oder eben privat. Eine gesetzliche Krankenkasse muss jeden Bewerber aufnehmen. Alle Mitglieder zahlen den gleichen monatlichen Beitrag und erhalten als Gegenleistung eine standardisierte Leistung. Dies wird auch als Solidaritätsprinzip bezeichnet. In der privaten Krankenversicherung sieht es anders aus. Aufgenommen werden meist nur diejenige, die über einen guten Gesundheitszustand verfügen, oder einen entsprechend erhöhten Beitrag zahlen, sofern sie Vorerkrankungen mitbringen. Die individuelle Leistung der privaten Krankenversicherung setzt sich aus diversen Bausteinen zusammen, welche frei kombinierbar sind. Die Träger der Leistungen im Bedarfsfall sind privatwirtschaftliche Unternehmen, die privaten Krankenversicherer.

Problem Kundenberater

Am Ende des Vertriebsweges steht der Kundenberater. Dieser bringt die private Krankenversicherung letztendlich zu den Kunden und erhält eine satte Provision für Abschlüsse in dieser Versicherungssparte. Während für den Verkauf einer Hausrat oder Haftpflichtversicherung eher geringe Provisionen gezahlt werden, zählen Abschlüsse von Lebensversicherungen und Krankenversicherungen zu den "dicken Geschäften". Da die Versicherungsgesellschaften in den lokalen Agenturen ihren Mitarbeitern lediglich ein Fixum zahlen, ist es auf der einen Seite nachvollziehbar, dass die Mitarbeiter darauf angewiesen sind, ihr Fixum durch den Erhalt von Provisionen aufzustocken. Vielen Mitarbeitern sitzt ein unangenehmer Leistungsdruck im Nacken, der dafür sorgt, dass teilweise die kompetente Beratung einer geldorientierten Abzocke weicht. Andererseits erfordert es im Bereich der privaten Krankenversicherung ein breites Fachwissen. Es gibt zahlreiche Bedingungen, Klauseln, Vorschriften und stetige Änderungen, so dass Mitarbeiter entsprechend ausgebildet und geschult werden müssen. Wer als Kundenberater nicht am Ball bleibt, der rostet ein. Dies geht wiederrum zu Lasten einer guten Beratung der Kunden.

Problem Internet

Ein weiterer Grund, wieso viele Menschen bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung nicht richtig beraten werden, liegt in den Möglichkeiten des Internet. Die Abläufe, bei Kunden die im Internet eine private Krankenversicherung abschließen, läuft oftmals ähnlich ab: Am Anfang steht der Gedanke, bei Abschluss einer Krankenversicherung im Internet ordentlich Geld einsparen zu können. Im Internet finden sich unzählige Einträge, welche alle unter dem Motto „ Kommen Sie zu uns, hier sparen sie 5.000 EUR im Jahr“ laufen. Gepaart mit einigen ansprechenden Bildern, wird der Kunde also angelockt. Den Kunden ist demnach kein Vorwurf zu machen, da es ja die Unternehmen sein sollten, die sie in diesem Bereich beraten. Dafür sollte es Experten geben. Anschließend entscheidet sich der Kunde also für dieses Angebot und freut sich über die verringerten Beiträge. Nach drei Jahren entsteht der erste, große Leistungsanspruch. Der Kunde meldet sich bei seiner Versicherung und diese will aber nicht zahlen und verweist auf nicht gemachte Kreuze im Antrag oder Klauseln im Kleingedruckten. Und der Kunde geht leer aus. Somit ist jeden Kunden zu raten, dass er sich nicht von günstigen Preisen blenden lassen sollte. Vielmehr sollte hinterfragt werden, wieso der Beitrag denn soviel günstiger ist, als bei den großen, namenhaften Anbietern. Auch wenn der Vertragsabschluss im Internet unkompliziert erscheint, sollte dem Gespräch mit einem Berater von namenhaften Krankenversicherungen der Vortritt gelassen werden.

Fazit

Wer eine gute Krankenversicherung erhalten möchte, der sollte sich an Unternehmen, wie der AXA, der DEBEKA, der DKV, der Allianz oder der Signal Iduna orientieren. Dies war nur einige der bedeutenden Namen. Auch hier bestehen Preisunterschiede, so dass ein Vergleich durchaus lohnenswert ist. Jedoch haben die vorgenannten Namen alle etwas gemeinsam: Sie sorgen für, dass in ihrem Unternehmen ausschließlich kompetente Berater unterwegs sind.

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